Vitalstoffe

Vitalstoffe

Vitamine und Mineralien sind lebenswichtige Nährstoffe, ganz besonders für diejenigen, die sportlich sehr aktiv sind sowie schwere und intensive körperliche Arbeiten ausführen.

Die Ergänzung unserer Ernährung mit Vitaminen und Mineralien trägt zu einer normalen Leistung, sowohl im Alltag, als auch bei sportlichen Tätigkeiten bei.

 

MULTIVITAMINE MIT BREITEM SPEKTRUM

 

Unsere Multivitamin-/ Mineralien-Formeln beinhalten lebenswichtige Vitamine und Mineralien. Viele Produkte beinhalten in erhöhter Dosis ein Vitamin-B Komplex und Vitamin-C (mit Hagebutten), sowie lebensnotwendige Mineralien, darunter Magnesium, Selen und Zink. Einige unserer komplexen Formeln unterstützen Sie auch mit zahlreichen anderen Extras, wie beispielsweise extra Aminosäuren, Carnitin, Stimulanzien, Glukosamin – Chondroitin – das MSM Trio, einer Heilkräuter- Mischung und anderen Inhaltsstoffen.

 

SPEZIALFORMELN – MIT EIN-ZWEI WIRKSTOFFEN

 

Vitamin-C hilft beim Schutz gegen oxidativen Stress und trägt zu einer normalen Kollegenbildung bei, welche die normale Funktion der Gelenke, der Knochen, der Gefäße, des Zahnfleisches, der Zähne und der Haut unterstützt. Des weiteren hilft es bei der Aufrechterhaltung eines normalen Immunsystems während und nach intensivem Training (diese vorteilhafte Wirkung kann durch eine Einnahme von zusätzlich 200 mg Vitamin-C über den täglich empfohlenen Tagesbedarf erreicht werden)!

 

Vitamin-D unterstützt das Immunsystem und die normale Muskelfunktion, sowie den Erhalt der normalen Knochen und der Zähne. Des weiteren unterstützt es die normale Aufnahme/Verwertung von Calcium und Phosphor.

 

Magnesium fördert die normale Eiweißsynthese, die normale Funktion des Nervensystems (Neutransmission und Muskelkontraktion einschließlich die des Herzmuskels), die Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung, den normalen Energiestoffwechsel und trägt zum Elektrolytgleichgewicht bei.

KOLLAGEN-SYNTHESE UND VITAMIN-C

WAS IST KOLLAGEN?

 

Kollagen ist eine der wichtigsten Bestandteile des Organismus und in jedem Organ zu finden. Das Wort Kollagen ist griechischen Ursprungs, „cola“ bedeutet Leim und „genno“ erzeugend. Sein Name lässt sich auf seine enorme Zugfestigkeit zurückführen. Kollagen ist ein sehr tragfähiges, faseriges Protein, welches ein wichtiger Bestandteil von Knochen, Knorpeln, Sehnen, Bänder und anderem Bindegewebe (Haut, Nägel, Haare) darstellt. Tatsächlich stellt Kollagen 25-35% aller Proteine des menschlichen Körpers dar. Da Kollagen jedoch nicht alle Aminosäuren beinhaltet (es enthält kein Tryptophan und auch nur wenig Cystein), wird es als „nicht komplettes Protein“ kategorisiert. Die allgemein bekannte Form des Kollagens besteht aus drei spiralförmig gewickelten Aminosäureketten. Mehrere dieser Kollagen-Tripelhelix (Dreierspiralen) bilden eine Kollagenfaser.

 

Allgemein bauen sich die Kollagenfasern aus verschiedenen Kollagentypen auf: Kollagen Typ I und III ist in der Haut zu finden, Kollagen Typ II und III in den Knorpeln. Die Kollagendichte (I, II und III) hängt von der Anzahl der Aminosäuren ab. Seine einzigartige physikalische Eigenschaft ist in der Dermis zu finden, die ein dichtes Netzwerk der Kollagenfasern darstellt und deren strukturelle Integrität der Haut ihre Elastizität gewährleistet. Die Kollagensynthese ist einer der wichtigsten Haupt-„Hersteller“ des menschlichen Körpers. Der berüchtigte Skorbut ist eine Krankheit, in der die Kollegensynthese gestört ist, welches zum Ergebnis hat, dass der Körper „zusammenfällt“. Beim Fehlen von Kollagen kommt es zu Problemen bei Knorpeln, Bändern, Sehnen, Knochen, Haut und Zahnfleisch. Auch die Zähne werden locker und fallen heraus. Der körperliche Zustand fängt an sich schnell zu verschlechtern.

 

Kollagen wird durch Fibroblastenzellen produziert. Zunächst wird die Vorstufe des Kollagens, das s.g. Prokollagen gebildet, mit Glycin und Prolin als seine Hauptkomponenten. Dabei spielt das Vitamin-C im frühen Stadium der Prokollagen-Bildung eine wichtige Rolle. In einem Experiment wurden menschliche Bindegewebezellen mit Vitamin-C für eine längere Periode genährt. Das Ergebnis war ein achtfaches Wachstum der Kollegensynthese, während bei anderen Proteinprozessen keine Änderungen vorkamen. (Boyera N, Galey I, Bernard BA.: Effect of vitamin C and its derivatives on collagen synthesis and cross-linking by normal human fibroblasts. Int J Cosmet Sci. 1998 Jun;20(3):151-8. doi: 10.1046/j.1467- 2494.1998.171747.x.)

 

Eine entsprechende Vitamin-C Einnahme ist für eine gesunde Kollagenproduktion notwendig. Weiter ist es auch für die normale Funktion der Lysyl- und Prolyl- Hydroxylase notwendig – zwei Enzyme, die an der Kollegenproduktion teilnehmen. Wenn eines dieser Enzyme deaktiviert wird, kann dies die Aufrechterhaltung des Kollegensystems gefährden.

 

DIE STRUKTUR DER KOLLAGENFASERN KOLLAGENFASERN

 

Nach dem 25. Lebensjahr verliert der Körper die Fähigkeit auf natürliche Weise Kollagen zu produzieren und ab einem Alter von 50-60 Jahren sinkt diese Fähigkeit auf ein sehr niedriges Niveau. Als Resultat entstehen Falten, Cellulite und trockene Haut. Gleichzeitig werden die Nägel und Haare matt. Das sind die Zeichen der unumkehrbaren Alterung. Auch wenn die Alterung nicht umkehrbar ist, ist es doch völlig unnötig diese durch Rauchen zu beschleunigen. Es ist allgemein bekannt, dass Rauchen nicht nur gefährlich für unsere inneren Organe ist, sondern auch die Haut schneller altern lässt. Starke Raucher sehen im Vergleich zu ihren Altersgenossen 5-10 Jahre älter aus. Laut einer Studie aus dem Jahre 1985 kam ein neuer Begriff zustande: „the smoker’s face“. Mit diesem Begriff wurde das typische Gesicht eines Rauchers beschrieben. Schon nach wenigen Jahren des Rauchens wird das Gesicht faltig, hager und bleich. Schweres und konstantes Rauchen beschleunigt das Altern von Zellen und Gewebe. Die Zellformation verlangsamt sich und die Haut wird schlaff und trocken. Das hat zum Endergebnis, dass die Haut viel empfindlicher auf äußere Einflüsse reagiert und viel schneller Falten bekommt, da nicht genug Kollagen produziert werden kann.

 

Der schlimmste Nebeneffekt des Rauchens bezüglich der Haut ist eine Verengung der Gefäße (dies kann auch Krampfadern verursachen). Ein guter Blutkreislauf führt dazu, dass man gesund, frisch und lebhaft wirkt. Des weiteren wird durch einen guten Blutkreislauf auch die Haut mit mehr Sauerstoff versorgt, was dazu führt, dass die äußeren Hautschichten genügend Vitamine/ Mineralien erhalten.

 

Wenn jedoch die von Natur aus sowieso schon engen Gefäße noch enger werden, dann kann es passieren, dass sich die Blutversorgung im Gewebe verschlechtert und damit auch seine Qualität – und so wird das Blut umso stockender und voll mit Abbauprodukten. Des weiteren führt das Kohlendioxid, welches sich im Rauch befindet, zu einer Verdrängung des Sauerstoffes aus dem Blut, was dazu führt, dass weniger Sauerstoff in die Haut transportiert werden kann. Rauchen schadet dem Bindegewebe auch auf vielen anderen Wegen. Wir haben schon bereits erwähnt, dass das Vitamin-C für die Kollagenproduktion notwendig ist. Schädliche Substanzen in den Zigaretten binden den Sauerstoff, was dazu führt, dass nicht genügend Kollagenfasern produziert werden können. Kollagenfasern haben die Fähigkeit Wasser zu binden, was wiederum extrem wichtig für die Erhaltung einer straffen Haut ist. Wenn es eine Senkung oder „fehlerhafte“ Produktion der Kollagenfasern gibt, dann verliert die Haut einen Teil seiner wassererhaltenden Kapazität, das dazu führt, dass die Haut an Flexibilität verliert und schlaffer wird. Das Gesicht verliert Konturen und wirkt somit optisch älter.

FREIE RADIKALE DIE „UNHEILSTIFTER“ DES MENSCHLICHEN KÖRPERS

 

Der tägliche Stress und unsere Umwelt, der wir Tag für Tag ausgesetzt sind, sind eine große Herausforderung für unser Immunsystem. Wenn wir über das Immunsystem unseres Körpers sprechen, dann denken wir meistens nur an die Abwehr gegen verschiedene Krankheitserreger. Jedoch gibt es neben Viren und Bakterien auch andere Feinde, gegen die unser Immunsystem ankommen muss. Diese werden teilweise von uns selbst sowie durch verschiedene industrielle Tätigkeiten produziert. Die Rede ist von freien Radikalen.

 

Diese freien Radikalen sind hoch reaktive Moleküle von kurzer Lebenszeit. Sie sind in der Lage allen Organen des menschlichen Körpers Schaden zuzufügen. Sie sind instabile und reaktive Partikel, die Ausschau nach anderen Elektronen halten, um neue chemische Verbindungen aufbauen zu können. Ihren schädlichen Einfluss üben sie dadurch aus, dass sie intakte Verbindungen auflösen und neue unangemessene Verbindungen erstellen. Neben den schädlichen Effekten sollte aber nicht vergessen werden, dass ein Teil der freien Radikale eine wichtige Rolle in verschiedenen selbsterhaltenden Mechanismen spielen. Einige Körperzellen produzieren selbst freie Radikale, um den Körper vor eindringende Krankheitserreger zu schützen. Andere hingegen generieren solche Radikale, um die Blutgerinnung und den Blutdruck zu regulieren. Im Optimalfall sollte das Abwehrsystem des menschlichen Körpers in der Lage sein, die von sich selbst produzierten anderen freien Radikale zu vernichten. Sind jedoch zu viele freie Radikale in unserem System vorhanden, werden neben den Krankheitserregern auch die eigenen Körperzellen angegriffen. Durch die gegenwärtigen Umweltumstände sowie den typischen Ernährungsgewohnheiten wird es für den Körper immer schwieriger, sich vor den freien Radikalen zu schützen. Wenn man dann noch die notwendigen Nährstoffe, die der Körper benötigt, um diese Prozesse zu neutralisieren, nicht zu sich nimmt, wird es sehr schwer werden, ein gesundes und ausgeglichenes System aufrechtzuerhalten. Die freien Radikalen bekämpfen dann nicht nur die Krankheitserreger, sondern auch den eigenen Körper.

 

DIE ENTWICKLUNG VON OXIDATIVEN STRESS

 

Freie Radikale werden kontinuierlich in unserer Umwelt produziert. Rauchen, Drogen, Medizin und Alkoholkonsum gepaart mit UV-Strahlen, Luftverschmutzung und den Kontakt mit giftigen Chemikalien tragen zur Bildung der freien Radikale bei. Sogar ein einfacher Akt, wie das Berühren von Badezimmerutensilien, beschleunigt die Produktion der freien Radikale. Die richtige Ernährung sollte nicht außer Acht gelassen werden, selbst dann wenn der Konsum vom roten Fleisch dazu tendiert viele freie Radikale zu generieren. Des Weiteren haben unsere Verdauungsfähigkeiten großen Einfluss auf die Menge der freien Radikale, die in unserem System vorhanden sind. Wir müssen nicht unbedingt an „hässliche“ und „schädliche“ Dinge denken, wenn wir über radikale Quellen reden. Ein tiefer Atemzug reicht, um den Körper mit freien Radikalen zu füllen. Bei einem normalen Atemzug verwerten wir 95% der eingeatmeten Luft. Die restlichen 5% werden zu freien Radikalen umgewandelt, die in unserem Körper zu Oxidationsprozessen führen.

 

Das Auftreten von zahlreichen Krankheiten lässt sich auf die Aktivität der freien Radikale zurückführen. Laut der Medizinwissenschaften sind freien Radikale mit an dem Auftreten von Gefäßerkrankungen, Krebs, Augenerkrankungen und den meisten Gelenk- und Neuro-Fehlfunktionen verantwortlich, während andere Forschungsergebnisse auch teilweise die freien Radikalen für die Entstehung von Alzheimer und Parkinson verantwortlich machen. Des weiteren spielen sie auch eine Rolle bei Alterungsprozessen, insbesondere bei der vorzeitigen Hautalterung und der Demenz. Dieser Effekt macht sie zu richtigen Rebellen und – worauf der englische Name „free radicals“ auch hindeutet – die Radikalen der Zellen. Wenn wir sie nicht im Zaum halten, dann ruinieren sie alles was ihnen in die Wege kommt. Freie Radikale verursachen DNA-Zerstörungen in Zellen, verändern die Komposition von Enzymen und anderer Substanzen, die an biochemischen Prozessen teilnehmen, und können Zellenwände oder gar ganze Zellen zerstören. Der Effekt der freien Radikalen kann am besten am Beispiel eines halben Apfels demonstriert werden. Nach ein paar Minuten fängt die angeschnittene Seite des Apfels an braun zu werden, was ein Zeichen für eine Oxidation ist. Die Oxidation umfasst die molekulare Elektronenübergabe. Wenn wir Zitronensaft auf den Apfel träufeln, dann kommt es nicht zu dieser Bräunung. Die im Zitronensaft enthaltenen Antioxidantien schützen die Zellen. Die Korrosion von Metallen ist ebenfalls eine Form der Oxidation, gegen die wir effektive Antioxidantien einsetzten können.

 

 

Der oxidative Stress ist ein Zustand, bei dem das Verhältnis der freien Radikale (prooxidant) und das Gleichgewicht der Antioxidantien sich zugunsten der freien Radikalen verschiebt. Die Erhaltung des Gleichgewichts der Antioxidantien – prooxidant – ist wichtig für die Aufrechterhaltung der Gesundheit. Oxidativer Stress zerstört bestimmtes Gewebe sowie die Biomoleküle der Organe. In Wirklichkeit sind in jeder Zelle bestimmte Mengen von oxidierten Nukleinsäuren, Proteinen und Lipiden vorhanden. Das bedeutet, dass nicht nur die Biomoleküle oxidieren, sondern auch, dass die Wiederherstellung der oxidierten Produkte unvollständig ist. Die Menge der oxidativen Produkte zeigt das Verhältnis zwischen den Oxidativen- und den Wiederherstellungs-Systemen an. Es gibt fast keine Krankheit, an der die freien Radikale, aufgrund ihrer Überproduktion, oder durch die verursachte Zerstörung der Antioxidationssysteme, nicht beteiligt sind.

 

Antioxidantien stehen im Kampf gegen die freien Radikale an der Frontlinie. Antioxidantien sind Stoffe, die das Oxidieren hemmen und die Oxidationen verzögern. Dieser Ausdruck wird jedoch besonders für biologische Antioxidantien verwendet. Sie sind in der Lage freie Radikale auf verschiedenen Arten zu neutralisieren. Sie können sogar ein Elektron an das Radikal geben, welches dessen Tätigkeit dann beendet. Des weiteren helfen Antioxidantien, indem sie sich in oxidativen Prozessen selbst opfern, oder die Wiederherstellung zerstörter Antioxidantien unterstützen. Es ist sehr wichtig zu wissen, dass die Antioxidantien synergetisch zusammenarbeiten und sich immer gegenseitig im Kampf helfen.

 

Die zwei bekanntesten Antioxidantien sind Vitamin E und C. Das besondere am Vitamin E ist, dass es ein großes Molekül ist und es somit in der Lage ist gleichzeitig gegen mehrere freie Radikale zu kämpfen. Es kann sogar öfters reaktiviert und neu eingesetzt werden. Vitamin C, welches ein wasserlösliches Vitamin ist, „arbeitet“ an den Flüssigkeitsbeständen der Zellen. Dank seiner speziellen Attribute zeichnet es sich vor allem zum Schutz gegen übermäßige Sonneneinstrahlung, Zigarettenrauch und andere Gifte aus. Das Vitamin C ist des weiteren in der Lage, das Vitamin E nach einem Kampf mit den freien Radikalen erneut in einem kampffähigen Zustand zu bringen. Ein anderes anti-oxidatives Vitamin ist das Beta-Carotin, aus dem der Körper Vitamin A produziert. Selen ist auch sehr wichtig für viele Vitamine, ganz besonders für das Vitamin E. Darüber hinaus ist mit der Hilfe von Selen ein in den Zellen eingebautes Enzym, die Glutathion-Peroxidase, fähig den Angriff gegen die freien Radikalen aufzunehmen.

 

VITAMIN D – 10-MAL MEHR

 

In Wirklichkeit ist Vitamin D kein richtiges Vitamin, weil es im Gegensatz zu normalen Vitaminen vom Körper selbst hergestellt werden kann. Tatsächlich ist es ein hormonähnlicher Stoff, welches zur Produktion von aktiven D-Hormonen im Körper beiträgt. Hinsichtlich Vitamin D2 (Ergocalciferol) und Vitamin D3 (Cholecalciferol), so ist letzteres bei biologischen Aktivitäten aktiver und effektiver. Durch ultraviolette Strahlung wird Vitamin D3 in der Haut durch seinen Vorläufer den 7-Dehydrocholesterol hervorgerufen. In der nächsten Stufe gelangt es in die Leber und in die Niere und verwandelt sich zu 1,25-Dihydroxy Vitamin-D (Calcitriol). Die Vitamin D Bildung entsteht durch das UV-B Spektrum der Sonnenstrahlung. Darum ist das Solarium – das zum größten Teil UV-A Strahlen enthält – nicht geeignet für die Vitamin D Ergänzung. Bedauerlicherweise ist es vom späten Herbst bis zum Frühlingsbeginn aufgrund der geringen Sonnenstrahlung in den meisten teilen Europas nicht möglich, ausreichend Vitamin D aufzunehmen. Die Gefahr an bestimmten Krankheiten in dieser Periode zu erkranken ist somit viel höher und wird oft mit dem Vitamin D Defizit assoziiert. Forscher haben gezeigt, dass 37° nördlich der Äquatorebene (die sich durch das Mittelmeer und Sizilien in Europa zieht) die Sonnenstrahlung nicht mehr ausreicht, um den Vitamin D Bedarf zu decken.

 

DIE ROLLE VON VITAMIN D

DIE ENTSTEHUNG VON AKTIVEN VITAMIN D

 

Neueste Forschungsergebnisse zeigen, dass Vitamin D nicht nur zur Gesundheit der Knochen beiträgt. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit – die nicht gerade für die Freizügigkeit von Aussagen berühmt sind – hat folgende Wirkungen offiziell autorisiert:

 

Vitamin D trägt zu folgenden Effekten bei:

zur normale Aufnahme/Verwertung von Calcium und Phosphor

zu einem normalen Calciumspiegel im Blut

zur Erhaltung normaler Knochen und Zähne

zur Erhaltung der normalen Muskelfunktionen

zur normalen Funktion des Immunsystems

Vitamin D spielt auch eine Rolle in der Zellteilung. Parallel zu den neuen Forschungsergebnissen der letzten Jahrzehnte sind auch die Empfehlungen der Mediziner bezüglich der Vitamin D Einnahme ums 10-fache gestiegen. Die täglich empfohlene Menge an Vitamin D liegt bei Erwachsenen bei 1500-2000 IU, welche kaum durch die Nahrung, vor allem in Monaten mit geringer Sonneneinstrahlung, gedeckt werden kann.

 

Die tägliche Einnahme von Vitamin D über die Nahrung beträgt in europäischen Ländern zwischen 40 – 300 IU (am wenigsten in Spanien und am meisten in Finnland). Größere Mengen des Vitamins können in Meeres-/ Salzwasserfischen, in Fischöl sowie in kleineren Mengen in Eiern und Leber gefunden werden. Es gibt mittlerweile auch mit Vitamin D angereicherte Joghurts sowie jede Menge rezeptfreie Nahrungsergänzungen, welche Vitamin D enthalten.

 

LEBENSMITTEL MIT DEM HÖCHSTEN VITAMIN D-GEHALT

 

Lebertran; 1 Esslöffel     924

Lachs; gegrillt; 100g        284

Makrele; gegrillt; 100g   352

Tunfisch; in Salz gebeizt; 100g    144

Sardinen; aus Konserven; in Salz gebeizt; 100g   184

Margarine; angereichert; 20g     62

Kleieflocken; 30g             52

Hühnereier; 50g               36

Kalbsleber; gebraten; 100g          36 Quelle: Food Standards Agency (2002): McCance & Widdowson’s The Composition of Foods, 6th Abridged Edition, Cambridge: Royal Society of Chemistry

 

 

MÖGLICHE URSACHEN FÜR EIN VITAMIN D DEFIZIT

 

In den vergangenen paar Jahrzehnten wurde unsere Haut mit immer weniger Sonnenlicht versorgt. Warum ist das so? Es gibt verschiedene Gründe:

 

1.            Wir tendieren dazu, aufgrund der gestiegenen Verwendung von Klimaanlagen, immer weniger Zeit draußen zu verbringen.

2.            Die Beliebtheit von Home-Entertainment – Multimedien, elektronischen Geräte, Internet usw. – hat als Ergebnis, dass die Kinder weniger draußen spielen.

3.            Die erhöhte Anzahl an Bürojobs führt dazu, dass wir immer weniger draußen arbeiten.

4.            Die Bevölkerung migriert allmählich zu den Städten. Landleben wird kontinuierlich in den Hintergrund gerückt.

5.            Die gestiegene Beliebtheit an weißen Hautfarbtönen.

6.            Wir fürchten uns immer mehr vor dem Sonnen, aufgrund der übertriebenen Angst vor Hautkrebs.

7.            Die sinkende Cholesterineinnahme – die ebenfalls für die Vitamin D Produktion notwendig ist.

8.            Steigendes Übergewicht – der Vitamin D Bedarf von übergewichtigen Personen ist höher!

9.            Der Konsum von Erfrischungsgetränken bedeutet eine erhöhten Phosphoreinnahme.

10.          Mit der Ausweitung der Massentierhaltung enthalten tierische Erzeugnisse und Fleisch weniger Vitamin D im Gegensatz zu früher, als Tiere noch draußen gehalten wurden.

11.          Der steigernde Konsum von Vitamin D „verbrauchenden“ oder blockierenden Medikamenten.

12.          Mehr Fenster. Fenster lassen nur die UV-A Strahlen durch, welche das Vitamin D zerstören. Fenster erhalten immer mehr Platz in Wänden, sowohl Zuhause als auch in Büros.

13.          Hoher Salzkonsum senkt die Effektivität von Vitamin D, weil es den Magnesiumund Calciumabbau beschleunigt.

 

DIE KONSEQUENZEN DES VITAMIN D DEFIZITS

 

Ein Vitamin D Defizit führt zu Knochenverlust und Osteoporose (Abnahme der Knochenmasse und Dichte). Bei einem stärkeren Mangel kann es sogar Osteomalazie (Knochenerweichung) auslösen. Weiter steigert es die Gefahr des Knochenbruchs und senkt die Effektivität von Medikamenten, die gegen Osteoporose eingenommen werden. Unter den Autoimmunerkrankungen kann ein Vitamin D Mangel oft zu rheumatischen Gelenkentzündungen, Diabetes und einer erhöhten Gefahr des Auftretens von Multipler Sklerose führen.

 

Anhand verschiedener Studien kann Vitamin D Mangel an dem Auftreten und der Verschlechterung von Herzinsuffizienz beitragen und die Gefahr eines erhöhten Bluthochdruckes und Arteriosklerose steigern. Bei Nierenkranken ist ein Vitamin D Mangel gefährlich und muss darum bei der Behandlung berücksichtigt werden. In einem solchem Fall ist die Einnahme von Vitamin D von höchster Priorität.

 

Auch auf Brust- und Darmkrebs hat ein Vitamin D Mangel ebenfalls Einfluss und stellt somit einen bedeutsamen Risikofaktor dar. Ein Vitamin D Mangel hat mit höchster Wahrscheinlichkeit auch negativen Einfluss darauf schwanger zu werden.

 

Im Fötus-, Baby- und Kindesalter erhöht sich bei einem Vitamin D Mangel die Wahrscheinlichkeit, an Diabetes des Typ 1, sowie des Typ 2 nach Erreichen des Erwachsenenalters, zu erkranken. Des weiteren kann sich auch die Gefahr von Leber- und Gallenerkrankungen bei Vitamin D Mangel erhöhen.

 

VITAMIN- UND MINERALIENGEHALT VON LEBENSMITTELN

Des öfteren lesen und hören wir, dass der tägliche Tagesbedarf an Vitaminen und Mineralien besonders aus der Nahrung gewonnen werden soll. Dafür haben wir für einen besseren Überblick den Vitamin- und Mineraliengehalt der verschiedenen Lebensmittel in angeführter Grafik angegeben. Allerdings vergessen diese Grafiken oft darauf hinzuweisen, dass es sich hierbei um frisch gepflücktes Obst und Gemüse handelt. Dabei verliert das Obst und Gemüse nicht nur bei der Verarbeitung, sondern auch bei der Lagerung an Mikronährwertgehalt. Vor hundert Jahren vergingen ungefähr zwei Tage zwischen Ernte und Konsum. Diese Zeitspanne hat sich heutzutage auf ungefähr zwei Wochen erweitert. Der Vitaminverlust kann durch das schnelle Einfrieren niedrig gehalten werden, jedoch kann trotzdem mit einem Verlust von 30% gerechnet werden. Wenn wir im Supermarkt einkaufen, sollten wir berücksichtigen, dass es sich beim Nährwertgehalt der verschiedenen Obst- und Gemüsesorten nur um Schätzwerte handelt.

 

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